03.04.2025
Stele in Weimar erinnert an Dietrich Bonhoeffer

Weimar (epd). In Weimar-Nord wird am 9. April eine Stele für den von den Nazis hingerichteten Theologen Dietrich Bonhoeffer enthüllt.

Wie die mitteldeutsche Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ (Ausgabe 6. April) berichtet, wird das Denkmal auf einem Grundstück unweit der Bonhoefferstraße aufgestellt. Laut den Initiatoren soll es zwischen dem Konzentrationslager Buchenwald, in dem Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) in den letzten Lebenswochen interniert war, und der Klassikerstadt einen Ort geben, der von den Gedanken des Theologen geprägt wird und damit ins Heute verweist.

Der Tag der Enthüllung am 9. April ist zugleich der 80. Jahrestag der Hinrichtung des evangelischen Geistlichen im KZ Flossenbürg bei Weiden in der Oberpfalz. Die von dem Weimarer Bildhauer Walter Sachs geschaffene Kalkstein-Stele hat demnach vier Edelstahltafeln mit Botschaften von Bonhoeffer.

So werde auf einer der Tafeln die Strophen des Gedichtes „Von guten Mächten treu und still umgeben“ zu lesen sein, das Bonhoeffer Ende 1944 in Gestapo-Haft verfasste. Seine Verlobte Maria von Wedemeyer (1924-1977) erhielt das Gedicht in einem Brief, der die Kontrolle in der Berliner Gestapo-Haft passieren konnte.

Laut den Initiatoren soll mit dem Denkmal in Weimar ein Begegnungsort zwischen ganz unterschiedlichen Menschen geschaffen werden. Die Stiftung Wohnen Plus in Weimar hat dafür das Grundstück zur Verfügung gestellt.

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